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Immer mehr Arbeitnehmer träumen von einer internationalen Laufbahn. Aber Träume sind die eine Sache, sie zu verwirklichen eine andere. Gesellschaftliche, wirtschaftliche und geopolitische Veränderungen spielen eine Rolle bei der Wahl eines Landes und der Möglichkeit, es wieder zu verlassen – denken Sie nur an die Coronakrise, die den freien Personenverkehr so plötzlich einschränkte. Dennoch greifen die meisten Belgier rasch zu, wenn ihnen ein Expat-Abenteuer winkt.

Wie sich geopolitische Trends auf Arbeitschancen im Ausland auswirken, lässt sich in den Vereinigten Staaten beobachten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galten die Vereinigten Staaten als das Land der Freiheit, als der Platz, wo Träume Wirklichkeit wurden. Fragte man Menschen damals, in welches Land sie am liebsten auswandern würden, nannten die meisten die Vereinigten Staaten . Eine aktuelle Studie der Boston Consulting Group (BCG) in Zusammenarbeit mit The Network (2021) widerlegt dieses Bild. Die USA fallen in der Liste der attraktivsten Beschäftigungsländer zurück. Was sind die Ursachen?

Hintergrund dieser schwindenden Lust auf Auslandsabenteuer sind die Coronakrise sowie geopolitische Entwicklungen, die im Übrigen die ganze Welt getroffen hat. Die Coronapandemie hat sich dabei am stärksten auf das Berufsleben der Expat-Community ausgewirkt. Der Studie zufolge ging das Interesse am Arbeiten im Ausland insgesamt zurück. Beschäftigte, die den Sprung dennoch wagen, zieht es im Wesentlichen in Länder, die die Coronakrise am besten gemeistert haben. So wurden Singapur, Tokyo und Dubai zu attraktiven Zielen, während Städte wie New York, Rom, Madrid und Barcelona Popularität einbüßen.

Ein Studienergebnis, das besonders ins Auge fällt: Mehr Belgier denn je würden gerne im Ausland arbeiten. Ganze 74 % der Belgier und Belgierinnen können sich vorstellen, im Ausland zu arbeiten oder tun dies bereits – eine Zunahme um 19 % im Vergleich zu 2018 (55 %).

Neben der Coronakrise, die den Mobilitätstrend unter Beschäftigten abschwächte und Telearbeit zur Normalität machte, kam bei einigen Ländern die Einwanderungspolitik als weiteres Hemmnis dazu. Der Brexit ist ein gutes Beispiel hierfür.

Die Suche nach der Ursache für den zurückgehenden Mobilitätstrends bleibt vorerst eine Geschichte vom Huhn und vom Ei. Sicher bleibt dagegen, dass Beschäftigungschancen im Ausland in unruhigen Zeiten zunehmend von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Trends abhängen.

Möchten Sie Ihre internationalen Träume verwirklichen, haben aber noch Fragen zu Ihrer sozialen Sicherheit? Wenden Sie sich an unsere Frontline: per E-Mail an overseas@onss.fgov.be oder telefonisch unter der Nummer +32 2 509 90 99.

Quelle: Decoding Global Talent, Onsite and Virtual (in englischer Sprache)(.pdf-neues Fenster)

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